1. Jetzt wäscht zusammen, was zusammengehört
Das bedeutet: Weißes zu Weißem, Helles zu Hellem, Dunkles zu Dunklem. Bunte Textilien, zumal wenn sie neu sind, neigen zum "Ausbluten", sprich: Sie verlieren Farbe. Wenn Sie alles zusammen in die Maschine stopfen erhalten Sie nur gleichmäßig verfärbte Wäsche. Diesen Effekt können Sie sich auch positiv zu nutzen machen, indem Sie beispielsweise eine ehemals schwarze aber mittlerweile grau verwaschene Bluse zu einer neuen schwarzen Jeans in die Trommel geben. Beim Waschen erhält die Bluse so etwas von ihrem verlorenen Glanz zurück. (Die Trommel ist das löcherige Blech-Ding hinter dem Guckglas.)
2. Riesengroß mit winzig klein? Eher: nein!
Eines der letzten großen Rätsel der Menschheit ist das Phänomen der verschwundenen Socke. Einzelne Socken scheinen durch die Rotation der Waschtrommel in andere Dimensionen geschleudert zu werden, so dass sie beim Ausräumen fehlen und oft für immer verschwunden bleiben. Einer unbestätigten Theorie zufolge finden sich die Ausreißer auf einem fernen Planeten ein, wo sie gefräßigen Alien-Wollmäusen als Futter dienen. Hier unser Tipp: Waschen Sie kleine Teile (wie Socken) nie zusammen mit großen Teilen (wie Bettdeckenbezüge). Dann können sich Socken auch nicht darin verstecken. Das tun sie nämlich schon mal gern. Die Schlingel.
3. Das Einspülfach - der kleine Unterschied
Es befindet sich meist in der linken oberen Ecke der Waschmaschine: Eine Art Schublade mit 3 Fächern. Weil es entfernt einem ausziehbaren Schmuckkästchen ähnelt, hier ein guter Rat: Tun Sie nie etwas anderes hinein als Waschmittel!
Es gibt je ein Fach für Vorwäsche, Weichspüler und Hauptwäsche. Bei besonders stark verschmutzter Wäsche können Sie ins Fach für die Hauptwäsche zu Ihrem Spee auch noch etwas Sil mit Oxy Energie hinzugeben. Spee und Sil zusammen in ein Fach? -Ja, sicher! Die zwei verstehen sich gut. Sind ja beide von Henkel.
4. Das Geheimnis des Temperaturwahlschalters
Kaum ein anderes Feature Ihrer Waschmaschine verrät so viel über die Geschichte des Waschens, wie der Temperaturwahlschalter. Sie finden ihn dort, wo die Gradzahlen stehen. Die Hinweis-Schildchen der meisten modernen Textilien geben als Höchsttemperatur 40° an. Ihr Spee verfügt über hoch entwickelte Tenside (das sind waschaktive Substanzen) und Enzyme, die auch bei 30° mit den meisten Verschmutzungen fertig werden. Lediglich weiße Kochwäsche oder Bettwäsche sollten Sie heißer waschen – bis 60°. Das reicht völlig aus, um beispielsweise Hausstaubmilben den Garaus zu machen. Der 90° Bereich ist eine Reminiszenz an unsere Urgroßmütter, die Ihre Wäsche in einem riesigen Topf voll Seifenlauge auskochen mussten. Das waren noch Zeiten!
5. Sie waren sehr, sehr schmutzig?
Hartnäckigen, "richtig bösen" Schmutz bekommen Sie bei niedrigen Temperaturen besser raus, wenn Sie z.B. Spee Gel direkt auf die verschmutzten Stellen geben und leicht einreiben. Danach einfach ganz normal waschen. Extrem verschmutzte Textilien sollten Sie einzeln waschen, da sich der Dreck auf die umliegende Kleidung übertragen kann. Rein theoretisch zumindest.
6. Hilfe, meine Wäsche krümelt so komisch!
Oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die mächtig nerven können. Ein vergessenes Papiertaschentuch in einer Hosentasche beispielsweise. Es kann aus dem schlausten Waschgang eine ganz dumme Geschichte machen, wenn sich das Teil nämlich auflöst und die ansonsten saubere Wäsche mit kleinen weißen Cellulosefetzen ruiniert. Da hilft nur: noch mal waschen! Aber besser ist es, man kontrolliert alle Taschen vor dem Waschen.
7. Drehen Sie Ihre Wäsche auf links!
Niemand kommt auf Dauer ungeschoren davon, wenn er mit mehreren hundert Umdrehungen pro Minute über ein Lochgitter geschubbert wird. Auch Ihre Wäsche nicht. Drehen Sie sie vor dem Waschen auf links. So wird die Außenseite geschont und Ihre Anziehsachen sehen länger aus wie neu.
Weitere Vorbereitungsmaßnahmen: Reißverschlüsse (außer Taschenreißverschlüssen!) schließen, damit die umliegende Wäsche in der Trommel nicht beschädigt wird. Das Gleiche gilt für Druckknöpfe und Häkchen. Socken nicht als Knäuel in die Trommel geben und Manschetten herunterkrempeln.
8. Locker bleiben!
Wir alle haben es ständig eilig. Das kann dazu verleiten, aus zwei Waschgängen einen machen zu wollen. Ein schwerer Fehler. Denn wenn die Trommel zu voll gestopft ist, rotiert sie nicht so, wie sie es sollte. Außerdem wird die Wäsche nicht ordentlich durchgespült. Waschmittelreste können hässliche helle Streifen und weiße Flecken hinterlassen. Deshalb: die Waschtrommel immer nur locker befüllen.